british american tobacco germany - Neuer Bericht von Deloitte zeigt, dass Verpackungsgesetze den Tabakkonsum nicht direkt verringert haben



In einem internationalen Bericht des Beratungsunternehmens Deloitte, der von British American Tobacco in Auftrag gegeben wurde, wird deutlich, dass die Vergrößerung der Gesundheitswarnhinweise und die Einführung von graphischen Warnhinweisen auf Cigarettenpackungen den Tabakkonsum nicht unmittelbar verringert haben. Außerdem wird in Frage gestellt, ob sich die Gesundheitsziele der Regierung durch neutrale, schwarz-weiße Einheitsverpackungen erreichen lassen.

Laut Deloitte ist ihr Bericht, in dem 27 Länder über einen Zeitraum von 14 Jahren hinweg bewertet werden, eine der bisher umfangreichsten unabhängigen Untersuchungen über die Verpackungsverordnung von Tabakerzeugnissen.

Lawrence Hutter, Seniorpartner von Deloitte UK, sagte, dass diese Ergebnisse durch Fachleute bei Deloitte erarbeitet wurden, die sich darauf spezialisiert haben, die Auswirkungen der Regulierungsvorschriften auf das Geschäft und auf die Wirtschaft im Allgemeinen zu beurteilen. Sie basieren auf objektiven Untersuchungen und einer strengen quantitativen Modellierung:

„Unsere Analyse ergab keine statistisch signifikante, direkte Beziehung zwischen der Verpackungsverordnung für Tabakerzeugnisse, einschließlich der Größe und Art der staatlich vorgegebenen Gesundheitswarnhinweise und Veränderungen beim legalen Tabakkonsum“, so Hutter.

Der Bericht hebt darüber hinaus mögliche unbeabsichtigte Folgen einer Einführung neutraler Einheitsverpackungen für Tabakerzeugnisse hervor – wie zum Beispiel einen Anstieg des illegalen Tabakmarkts, entgangene Einnahmen bei der Tabaksteuer, potentiell erhebliche Rechts- und Entschädigungskosten für Regierungen sowie eine Kostenbelastung der Einzelhändler.

Der Bericht lässt Zweifel laut werden über die Effektivität der Gesetze über die Verpackung von Tabakerzeugnissen und empfiehlt, dass die Regierungen mögliche beabsichtigte und unbeabsichtigte Auswirkungen von Einheitsverpackungen in Betracht ziehen sollten.

„Im Einklang mit bewährten Regulierungsverfahren schlagen wir vor, dass die Regierungen vor einem Beschluss über die Einführung von neuen Verpackungsverordnungen belastbare Untersuchungen über diese betroffenen Bereiche durchführen lassen“, heißt es in dem Bericht.

British American Tobacco gab den Bericht mangels umfassender globaler Studien über die Auswirkungen von Tabakerzeugnisverpackungen in Auftrag und hofft, dass die Regierungen diesen zur Kenntnis nehmen.

Bede Fennell, International Regulatory Affairs Manager bei British American Tobacco, meinte: „Wir sind besorgt, dass die Anträge zu den Gesundheitswarnhinweisen und Einheitsverpackungen überstürzt erfolgen, ohne dass die wirklichen Auswirkungen gebührlich bedacht werden“.

Seiner Aussage nach haben Kommentatoren, darunter auch die australische Regierung, bereits erkannt, dass neutrale Einheitsverpackungen zu einem Anstieg des illegalen Handels führen könnten.

„Je weniger bedruckt die Verpackung ist, desto einfacher kann sie kopiert werden. Illegale Tabakerzeugnisse kosten die Steuerzahler Milliarden und machen Kriminelle reich. Der Schwarzmarkt bietet erheblich niedrigere Preise als die seriösen Einzelhändler und verlangt keinen Altersnachweis. Daher könnte eine Maßnahme, die Jugendliche vom Rauchen abhalten sollte, perverserweise genau den gegenteiligen Effekt haben“, meinte Fennell.

British American Tobacco ließ darüber hinaus verlauten, dass Einheitsverpackungen gegen verschiedene gesetzlich verankerte Rechte wie etwa internationale Markenrechte und gewerbliche Schutz- und Urheberrechte verstoßen könnten, was der Regierung möglicherweise Kosten verursachen könnte.

„Wenn die Regierungen Maßnahmen für neutrale Einheitsverpackungen durchführen und ihre Pläne verteidigen müssen oder die Tabakkonzerne für Verluste beim geistigen Eigentum entschädigen müssen, dann sind es die Steuerzahler, die letzten Endes die Rechnung bezahlen“, so Fennell.

Hinweis für die Redaktionen:
  • 2010 ließ die australische Regierung verlauten, dass sie 2012 neutrale, schwarz-weiße Einheitsverpackungen für Tabakerzeugnisse gesetzlich vorschreiben will, womit Australien das erste Land der Welt wäre, das sich hierzu gesetzlich verpflichtet.
  • In Anerkennung der Bedeutung dieser Entwicklungen für die Regierungen, die Verbraucher und die Industrie, beauftragte British American Tobacco Deloitte mit der Erstellung eines objektiven internationalen Berichts über potentielle (beabsichtigte und unbeabsichtigte) Auswirkungen einer Verordnung über die Verwendung der Packungsflächen (d. h. staatliche Gesundheitswarnhinweise) und einer Verordnung über neutrale Einheitsverpackungen auf eine festgelegte Reihe von betroffenen Bereichen.
  • Den vollständigen Bericht von Deloitte finden Sie unter www.bat.com/deloittereport Öffnet ein neues Fenster
  • Die Inhalte des Berichts wurden von Deloitte im Vereinigten Königreich erstellt und basieren auf ökonometrischen Analysen und einer umfassenden Bewertung aller öffentlich zur Verfügung stehenden Informationen und Untersuchungen zu diesem Thema. Zweck dieses Berichts ist es, eine Plattform für sachliche Auseinandersetzungen, Erörterungen und konstruktives Engagement mit den entsprechenden Interessensvertretern zu bieten.
  • In den ökonometrischen Analysen wurden folgende Länder untersucht: Ägypten, Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Chile, Deutschland, Frankreich, GB, Griechenland, Italien, Japan, Kanada, Kolumbien, Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Niederlande, Nigeria, Pakistan, Polen, Rumänien, Schweiz, Spanien, Südafrika, Südkorea und Türkei.
  • British American Tobacco ist der zweitgrößte börsennotierte Tabakkonzern nach Marktanteil weltweit, dessen Marken in mehr als 180 Ländern vertrieben werden. 2010 stellten seine Tochterunternehmen 708 Milliarden Cigaretten her und beschäftigten mehr als 60.000 Mitarbeiter. Führende globale Marken sind Dunhill, Kent, Pall Mall und Lucky Strike.
  • Deloitte LLP ist eine führende britische Organisation für Professional Services mit 12.000 Mitarbeitern. Deloitte LLP erbringt Prüf-, Steuer-, Beratungs- und Unternehmensfinanzie-rungsleistungen für öffentliche und private Kunden aus einer Vielzahl von Branchen. Deloitte LLP ist das britische Mitgliedsunternehmen der Deloitte Touche Tohmatsu Limited, einem globalen Netzwerk von Mitgliedsunternehmen mit ungefähr 170.000 Fachleuten in mehr als 140 Ländern.

Letzte Aktualisierung der Seite: 05/05/2011 09:20:54 GMT