british american tobacco germany - Verringerung der Belastung von Rauchern mit toxischen Rauchinhaltsstoffen – Ergebnisse unserer ersten klinischen Studie (British American Tobacco p.l.c.)



Übersetzung der Pressemitteilung: PDF: Reducing Smokers’ Exposure to Cigarette Smoke Toxicants – Our first clinical study results - Reducing Smokers’ Exposure to Cigarette Smoke Toxicants – Our first clinical study results (156 kb) Öffnet ein neues Fenster (British American Tobacco p.l.c.)

25. März 2013. In der ersten klinischen Studie, die wir mit unseren neuartigen Cigaretten-Prototypen durchgeführt haben, konnten wir zeigen, dass es möglich ist, die Belastung von Rauchern mit bestimmten toxischen Rauchinhaltsstoffen zu verringern.

Die einzige Möglichkeit, um sicher die Risiken des Rauchens zu vermeiden, ist , nicht zu rauchen. Seit vielen Jahren ist es das vorrangige Ziel der Tabakforschung, die gesundheitlichen Risiken, die mit dem Rauchen im Zusammenhang stehen, zu reduzieren. Es ist bekannt, dass das Risiko für das Auftreten einer mit dem Rauchen in Zusammenhang stehenden Krankheit umso größer ist, je höher der tägliche Cigarettenkonsum und je länger der Zeitraum des Cigarettenkonsums ist.

Wir erforschen die Eigenschaften des Tabakrauchs schon seit mehreren Jahrzehnten. Dabei haben wir nicht nur wesentliche schädliche Rauchinhaltsstoffe identifiziert, sondern auch Technologien zur Verringerung einiger schädlicher Stoffe im Tabakrauch entwickelt. Labortests zeigen, dass durch unsere Technologien die Konzentration einiger – wenn auch nicht aller – schädlicher Stoffe im Tabakrauch erfolgreich verringert werden kann. Darüber hinaus wurde mit unserer ersten klinischen Studie gezeigt, dass Raucher während der Untersuchungsperiode durch das Rauchen unserer Testprodukte im Durchschnitt einer geringeren Belastung mit bestimmten Schadstoffen ausgesetzt waren.

„Es sind bereits Tabak- und Nikotinprodukte im Handel erhältlich – wie Snus und E-Cigaretten –, von denen man weiß, dass sie ein deutlich geringeres Risikopotential haben als Cigaretten. Und wir wissen nicht, ob jemals wissenschaftlich bewiesen werden kann, dass Cigaretten mit einer reduzierten Konzentration an schädlichen Rauchinhaltsstoffen die mit dem Rauchen verbundenen gesundheitlichen Risiken reduzieren“, erklärt Dr. David O’Reilly, Group Scientific Director bei British American Tobacco. „Da aber zahllose Menschen auf der Welt rauchen und sich dies in absehbarer Zukunft nicht ändern wird, glauben wir, dass eine verringerte Belastung der Raucher mit schädlichen Rauchinhaltsstoffen weiterhin ein bedeutendes Forschungsziel darstellt.“

„Es bedarf vieler weiterer wissenschaftlicher Studien und Tests – von denen einige bereits in Arbeit sind –, um herauszufinden, ob der Einsatz solcher Technologien tatsächlich zu Produkten mit verringerten Risikoprofil führt. In der Zwischenzeit, und da nicht ausreichend wissenschaftliche Beweise vorliegen, müssen wir uns mit den Interessenvertretern aus den Bereichen Regulierung und Wissenschaft austauschen, um festzulegen, ob und auf welche Weise schadstoffreduzierte Technologien in bereits erhältlichen, gewerblichen Produkten zum Einsatz kommen sollten und wie dies von Regulierungsseite befürwortet werden kann“, so David O’Reilly weiter.

Die getesteten Prototypen verfügen über mehrere schadstoffreduzierende Technologien; davon setzen zwei beim Tabak und zwei beim Filter an. Im ersten Fall wird der Tabak mit einem Enzym aufbereitet, das Proteine und Polyphenole, die sich bei der Verbrennung von Tabak zu toxischen Rauchinhaltsstoffen umsetzen können, eliminiert. Zur Verdünnung des Tabakrauchs wird außerdem ein inertes Tabaksubstitut zugesetzt, das Calciumcarbonat und Glycerin enthält.

Die Filtertechnologien bestehen zum einen aus einem speziellen Harz, das bestimmte Aldehyde ausfiltert, die beim Verbrennen des Zuckers im Tabak entstehen, und zum anderen aus einer neuartigen Aktivkohle, die aufgrund ihrer optimierten Nanostruktur bestimmte flüchtige Rauchinhaltsstoffe, die toxisch sind, adsorbieren können.

Wir haben die oben erwähnten drei Technologien in unterschiedlicher Art und Weise in verschiedenen Testcigaretten zur Anwendung gebracht. . Mithilfe von Abrauchmaschinen konnte im Labor gezeigt werden, dass, bezogen auf die Rauchausbeute von bestimmten schädlichen Rauchinhaltsstoffen, alle drei Varianten deutlich geringere Werte als herkömmliche Cigaretten aufwiesen.

In Deutschland wurde zudem eine monozentrische, einfachblinde, randomisierte, teilstationäre kontrollierte Wechselstudie (Registriernummer ISCRCTN72157335) durchgeführt. Dafür wurden insgesamt 300 gesunde Erwachsene rekrutiert, von denen 250 Raucher und 50 Nichtraucher waren. Letztere dienten als Vergleichsgruppe, um zu bestimmen, inwieweit die Belastung mit den untersuchten schädlichen Rauchinhaltsstoffen durch Ernährung- oder die Umwelt beeinflusst war.

Die rekrutierten Raucher wurden nach dem Zufallsprinzip einer jeweils rund 50-köpfigen Kontroll- oder Testgruppe zugeteilt. Alle Raucher rauchten 14 Tage lang ein Kontrollprodukt, wobei alle 14 Tage eine Untersuchung in der Klinik vorgenommen wurden. Die Raucher der Kontrollgruppe rauchten das Kontrollprodukt weitere vier Wochen lang, während die Raucher der Testgruppe für vier Wochen zu einer Testcigarette wechselten. In allen Fällen wurden Urin- und Speichelproben genommen und in diesen Proben, die so genannten „Biomarker “, die repräsentativ für die Belastung des Rauchers mit den schädlichen Rauchinhaltsstoffen stehen, gemessen. Das können entweder die Schadstoffe selbst oder aber auch deren Metaboliten (Stoffwechselprodukte von toxikologischer Bedeutung) sein.

Generell gilt: Je höher die im Urin und im Speichel gefundenen Mengen der Biomarker, desto stärker die Belastung mit schädlichen Rauchinhaltsstoffen, wiederum abhängig von dem Stoffwechsel des Individuums. Die Nichtrauchergruppe lieferte einen Anhaltspunkt für das Grundniveau an Biomarkern. Diese Messungen fanden einmal zwei und einmal vier Wochen vor dem Wechsel statt.

Die Ergebnisse machen deutlich, dass sich bei den Teilnehmern, die zu den Testprodukten wechselten, – verglichen mit den Rauchern von herkömmlichen Cigaretten – eine statistisch signifikante Minderbelastung mit bestimmten schädlichen Rauchinhaltsstoffen zeigte. Bei allen Testcigaretten konnten Schadstoffe wie Akrolein oder 1,3-Butadien, die in der Gasphase des Cigarettenrauches vorliegen , erfolgreich reduziert werden, wobei sich die Belastung um mehr, zum Teil sogar weit mehr, als 50 Prozent verringerte. Beim Testprodukt mit dem enzymbehandelten Tabak war eine statistisch signifikante Reduzierung der tabakspezifischen Nitrosamine von rund 90 Prozent sowie eine erhebliche Minderbelastung mit krebserregenden 3- und 4-Aminobiphenylen um rund 40 Prozent festzustellen.

„Zusammengefasst zeigte diese Studie, dass Raucher, die zu Testcigaretten mit im Labor nachgewiesenen niedrigeren Konzentrationen an bestimmten schädlichen Rauchinhaltsstoffen wechselten, einer entsprechend geringeren Belastung ausgesetzt waren“, erklärt Dr. Chris Proctor, Chief Scientific Officer. „Allerdings wurden nicht alle Schadstoffe reduziert, und wir wissen bisher noch nicht, wie hoch die Reduzierung ausfallen muss, damit wir eine verlässliche Verringerung des Gesundheitsrisikos erzielen können. Dennoch sind diese Ergebnisse für uns Antrieb genug, weitere längerfristige Studien auf den Weg zu bringen und Biomarker zu definieren, die noch aussagekräftiger für die biologischen Effekte des Rauchens  sind.“

Die Ergebnisse werden in der Zeitschrift Regulatory Toxicology and Pharmacology veröffentlicht (doi:10.1016/j.yrtph.2013.02.007).

Über British American Tobacco: British American Tobacco ist der (nach internationalem Marktanteil) zweitgrößte börsennotierte Tabakkonzern der Welt mit über 60.000 Beschäftigten. Die Produkte von British American Tobacco werden in über 180 Märkten verkauft. Führende internationale Marken sind u. a. Dunhill, Kent, Pall Mall und Lucky Strike.

Über risikoreduzierte Tabakprodukte: Die einzige Möglichkeit, die mit dem Genuss von Tabak einhergehenden Gesundheitsrisiken zu vermeiden, ist die, gar keinen Tabak zu konsumieren – und die beste Form der Risikoreduzierung ist, den Kosum von Tabak zu beenden. Dennoch gewinnt das Konzept der Risikoreduzierung beim Tabakkonsum zunehmend an Bedeutung. Es ist ein zentrales Element unserer Geschäftsstrategie und wird auch unter einigen Regulierungsverantwortlichen diskutiert. Bei der Risikoreduzierung geht es darum, praktische Ansätze zu entwickeln, durch die die gesundheitlichen Folgen einer in sich risikoreichen Handlung oder Verhaltensweise begrenzt werden können, ohne dass die Handlung oder Verhaltensweise komplett gestoppt werden soll. Ein Beispiel für die Anwendung von Risikoreduzierung ist der Einsatz von Sicherheitsgurten und Airbags in Autos. Nach unserer Ansicht ist es wichtig, auf potenziell risikoreduzierte und dennoch vom Verbraucher akzeptierte Produkte hinzuarbeiten. Wir sind davon überzeugt, dass zur Tabakregulierungspolitik auch Ansätze zur Risikoreduzierung gehören sollten – im Interesse der weltweit Millionen Erwachsenen, die auch in Zukunft Tabakprodukte konsumieren werden.

 

Kontakt:

Dr Marina Murphy
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+44(0)7711150135
British American Tobacco 


Letzte Aktualisierung der Seite: 26/03/2013 12:12:54 GMT