british american tobacco germany - 200 Jahre. Brinkmann bleibt.



Traditionsunternehmen Brinkmann Tabakfabriken GmbH feiert Jubiläum 

07. Juni 2013. In diesem Jahr begeht die Brinkmann Tabakfabriken GmbH ihr 200jähriges Jubiläum. Am 7. Juni 2013 schaut das Unternehmen gemeinsam mit 500 Gästen nicht nur auf eine bewegte Vergangenheit zurück, sondern richtet den Blick auch in Richtung Zukunft. Dank der Übernahme der Filterhülsenfertigung durch die Firma GIZEH wird die Geschichte weitergeschrieben.

Wie feiert man ein 200jähriges Unternehmensjubiläum? Für die Geschäftsführung der Brinkmann Tabakfabriken GmbH stand schnell fest: Es soll ein Fest vor allem für die ca. 120 jetzigen aber auch für ehemalige Mitarbeiter werden. Gemäß dem Motto: „200 Jahre. Brinkmann bleibt.“ wird es am 7. Juni in der Hermann-Ritter-Straße in Bremen ein Fest geben, das den 500 Gästen die Vergangenheit und Zukunft des Unternehmens näher bringen wird.

Dabei sah es vor wenigen Monaten noch gar nicht so aus als würde es einen Grund zum Feiern geben. Das Unternehmen Brinkmann Tabakfabriken hat im Laufe seiner Jahre viele Höhe- aber auch ein paar Tiefpunkte erlebt. Der jüngste war sicherlich die Verkündigung, die  Ende 2011erfolgte: Die Schließung des Werkes in Bremen zu Ende 2014 aufgrund steuerlicher Veränderungen für Filtercigarillos ab Januar 2015. Doch dann kam die Wende: Am 21. März 2013 unterschrieben die Brinkmann Tabakfabriken und die Mignot & De Block-Gruppe einen Vertrag zur Fortsetzung der Filterhülsenfertigung in Bremen.

Dazu Martin Strachanowski, Sprecher der Geschäftsführung der Brinkmann Tabakfabriken GmbH: „Bereits bei der Ankündigung der geplanten Werksschließung haben wir unseren Mitarbeitern versprochen, alles in unseren Kräften Stehende zu tun, ihnen Zukunftsperspektiven ab 2015 bieten zu können. Und wir konnten unser Wort halten! Mit der Unterzeichnung dieses Vertrages ist uns etwas sehr Wichtiges gelungen: Das exzellente Know-How der Mitarbeiter geht nicht verloren und den Kollegen wird eine berufliche Perspektive geboten.“

Bei den seit Anfang 2012 laufenden Verhandlungen wurde über die Details der Zusammenarbeit entschieden. Neben dem Ankauf der Maschinen und der Ausweitung der Produktion für Filterhülsen wurde auch der Erhalt von 86 der über 100 Arbeitsplätze vertraglich geregelt. Für die übrigen Mitarbeiter wurden großzügige Altersregelungen und Versetzungen vereinbart. Die GIZEH Raucherbedarf GmbH, eine Tochtergesellschaft der Mignot & De Block B.V., hatte bereits nach Bekanntgabe einer möglichen Schließung des Werks Interesse bekundet. Das Bremer Werk gehört noch bis Ende 2014 zu British American Tobacco.
Ab 2015 kann sich das Werk in Bremen unter Leitung des Filterhülsenspezialisten GIZEH auf diesem Gebiet spezialisieren. Durch bereits vertraglich vereinbarte Investitionen in weitere Maschinen kann Brinkmann auch in Zukunft rentabel bleiben. Brinkmann wird bis Ende 2014 sowohl für die British American Tobacco Gruppe als auch in Lohnfertigung für GIZEH produzieren. Nach Übernahme der Filterhülsenproduktion durch GIZEH zum 1. Januar 2015 tritt ein fünfjähriger Liefervertrag für British American Tobacco Western Europe in Kraft.

GIZEH-Geschäftsführer Christian Hinz begründet den Kauf: „Die Erweiterung der Produktionskapazitäten und das Know-How der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren die entscheidenden Kriterien für die Übernahme.“ Darüber hinaus ist der Schritt auch ein Bekenntnis zum Produktionsstandort Deutschland: „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit dem Standort Bremen langfristig gut aufgestellt sind. Hinsichtlich Qualität, Technologie und Effizienz in der Verwaltung schaffen wir für unseren weiteren Unternehmenserfolg die besten Voraussetzungen.“ Marianne Mignot, geschäftsführende Gesellschafterin von Mignot & De Block, betont: „Wir wollen uns nachhaltig für Brinkmann engagieren. Der Standort Bremen ist strategisch gut gelegen, mitten in einem der wichtigsten Märkte der Gruppe. Darüber hinaus bietet die Anbindung an Bremerhaven optimale Voraussetzungen für das wachsende Übersee-Geschäft.“

Durch umfangreiche Investitionen wollen die künftigen Eigentümer die Wertschöpfung am neuen Standort verbessern. Kapazitäten werden ausgebaut und zusätzliche Produktionsstufen werden in den bisherigen Herstellungsprozess integriert. Zielsetzung ist, so Christian Hinz: „Die gleichbleibend hohe Qualität unserer Markenprodukte zu garantieren.“

Grund genug, um dem 200jährige Firmenjubiläum einen gesamten Tag zu widmen: „Wir haben unsern Mitarbeitern in den letzten Jahren aufregende und auch teilweise schwere Zeiten beschert. So ist das heutige Fest vornehmlich auch ein Dankeschön an unsere Mitarbeiter und Ihre Familien“ kommentiert Martin Strachanowski, Sprecher der Geschäftsführung der Brinkmann Tabakfabriken GmbH.

Den Auftakt wird ein offizieller Festakt im Kesselhaus unter der Moderation von Werder Bremen- und Nationalelf-Stadionsprecher Christian Stoll machen. Zu den Ehrengäste zählen zahlreiche ehemalige Mitarbeiter, darunter auch Geschäftsführer. Filmbeiträge zu Themen wie „Bremen und Tabak“ sowie „Brinkmänner“ führen auf kurzweilige Weise durch die bewegte Unternehmens- und Markengeschichte. Der Nachmittag steht dann ganz im Zeichen des Familienfestes mit Barbecue und abschließender Party.

Meilensteine der „Brinkmann“ Unternehmensgeschichte

Am 1. Januar 1813 eröffnet der Bremer Kaufmann Nikolaus Wilkens in der Faulenstraße in Bremen eine kleine Tabakhandlung und vertreibt dort Rauch-, Kau- und Schnupftabak. Damit wird der Grundstein für ein Unternehmen gelegt, das etwa 150 Jahre später die größte Tabakfabrik Europas und die drittgrößte der Welt sein wird.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts drehen die Bremer noch keine Cigarren, doch bereits in den 1850er Jahren bietet die Cigarrenindustrie mehr Bremern Arbeit als alle anderen Industriezweige zusammen. Als der Kaufmann Martin Brinkmann 1874 die junge Firma übernimmt, bekommt das Unternehmen den Namen, der auch heute noch ein Begriff ist.

1900 erfolgt der nächste Inhaberwechsel. Hermann Ritter erwirbt mit 21 Jahren als alleiniger Inhaber das Unternehmen. Die Schnupftabakherstellung wird eingestellt, die Rauchtabakherstellung modernisiert. Die Einführung einer neuen Rauchtabaksorte BREMENS STOLZ führt zu einer bedeutenden Umsatzsteigerung.

1931 beginnt die maschinelle Cigarettenfabrikation in Bremen-Hemelingen. Als erste Cigarettenmarke wird die FATIMA, 6 Stück für 20 Pfennig, erfolgreich eingeführt. 1932 folgt die Marke LLOYD, 1933 die Marke ALVA.  Das Cigarettengeschäft nimmt stark zu und führt zu einer Verdoppelung des gesamten Geschäftsumfangs. Mit 457 Millionen Cigaretten handelte es sich nun um die zweitgrößte Cigarettenfabrik Deutschlands.

Als erste Cigarettenmarke nach dem 2. Weltkrieg kommt LUX auf den deutschen Markt. Der einsetzende Trend zur American-Blend-Cigarette wird frühzeitig erkannt: Als erste deutsche Marke dieses Typs stößt TEXAS auf sehr große Nachfrage.

1958 wird die Feinschnitt-Marke BRINKMANN’S SCHWARZER KRAUSER NO. 1 eingeführt. 1960 gelingt mit der PEER EXPORT ein sensationeller Erfolg in Europa und 1962 ist die LORD EXTRA die meistgerauchte nikotinarme Zigarette der Welt.      
1968 ist Brinkmann dann die größte Tabakfabrik Europas und die drittgrößte der Welt. In diesem Jahr beendet Wolfgang Ritter sein Berufsleben als Geschäftsführer und wird Vorsitzender des Aufsichtsrates.

1972 findet der Zusammenschluss der Martin Brinkmann AG mit diversen ausländischen Tabakwarenherstellern unter der Holding Rothmans International p.l.c., London, statt.

Mit dem Kauf des Feinschnittgeschäftes Theodorus Niemeyer erfolgt 1990 eine Umfirmierung des Unternehmens in Brinkmann Niemeyer GmbH. Mit dem Erwerb von Rothmans durch British American Tobacco im Jahre 1999 wird die Brinkmann Niemeyer GmbH Teil von British American Tobacco Germany und firmiert wieder unter dem Namen Brinkmann Tabakfabriken GmbH.

Am 21. März 2013 erfolgt die Vertragsunterzeichnung zur Übernahme der Filterhülsenproduktion durch die Mignot & De Block-Gruppe. Das Bremer Werk, das auf Filtercigarillos und Filterhülsen spezialisiert ist, gehört noch bis Ende 2014 zu British American Tobacco. Ab 2015 kann sich das Werk unter Leitung des Filterhülsenspezialisten GIZEH Raucherbedarf GmbH, einer Tochtergesellschaft der Mignot & De Block B.V., auf diesem Gebiet spezialisieren. Der ursprüngliche Entschluss, das Werk in Bremen Ende 2014 zu schließen, folgte aufgrund steuerlicher Veränderungen für Filtercigarillos ab Januar 2015.

British American Tobacco (Germany) GmbH ist ein Tochterunternehmen von British American Tobacco p.l.c., dem global zweitgrößten internationalen Cigarettenhersteller. Zu den führenden Marken gehören Lucky Strike, Pall Mall, Kent und Dunhill. Das Unternehmen produziert in 46  Fabriken in 39 Staaten und beschäftigt mehr als 55.000 Mitarbeiter. In Deutschland hat British American Tobacco einen Marktanteil von rund 19 Prozent am gesamten Tabakmarkt. Marken des Unternehmens sind u.a. Lucky Strike, Pall Mall, Dunhill, Vogue, HB, Lord, Prince, Samson, Javaanse Jongens und Schwarzer Krauser.

Die Mignot & De Block-Gruppe ist einer der drei weltweit führenden und vor allem konzernunabhängigen Hersteller von Raucherbedarf. An vier europäischen Standorten produzieren rund 400 Mitarbeiter Produkte für den selbstgefertigten Genuss. Dazu zählen Blättchen, Eindrehfilter, Filterhülsen und Stopfgeräte. Das Sortiment wird unter den bekannten Marken Mascotte und GIZEH international vertrieben.

Kontakt:
British American Tobacco (Industrie) GmbH
Karin Schlömer, Leiterin Corporate Affairs
Tel. +49 (0) 40 4151-2558, E-mail: karin_schloemer@bat.com
www.bat.de


Letzte Aktualisierung der Seite: 07/06/2013 10:19:54 GMT