Andere Tabakprodukte

Neben den klassischen, industriell gefertigten Zigaretten stellen wir auch Tabaksorten zum Selbstdrehen oder Selbststopfen her.

Tabak wird in Deutschland überwiegend als industriell gefertigte Zigarette konsumiert. Diese hat jedoch im Vergleich zu anderen Arten, Tabak zu genießen, eine relativ junge Tradition. Ob in der Pfeife geraucht, von Hand zu einer Zigarette gedreht oder als Zigarre: Die individuelle Handhabung von Tabak ist eng mit der Menschheitsgeschichte verbunden.

In Nordamerika rollten die Menschen vor Tausenden von Jahren ihren Tabak zum Rauchen in Mais- oder Palmenblätter ein. Auf dem europäischen Kontinent war anfänglich vor allem das Schnupfen von Tabak verbreitet. Pfeifen und Zigarren kamen zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Mode. Immer mehr wurde Tabak auch in Papier eingewickelt und als „Selbstgedrehte“ geraucht. Die industrielle Fertigung von Zigaretten hat hingegen erst eine rund 150-jährige Tradition.

Feinschnitt – europaweit von unterschiedlicher Beliebtheit

Das Selbstdrehen mit losem Drehtabak, auch Feinschnitttabak genannt, ist mit ziemlicher Sicherheit die älteste Form des Rauchens. In Deutschland beherrscht das Selbstdrehen einen kleinen, aber dennoch bedeutenden Markt. In den letzten Jahren begann der Feinschnittmarkt wieder zu wachsen. Ein Großteil dieses Wachstums beruht auf dem günstigen Preis und der Tatsache, dass das Selbstdrehen mit dem Aufkommen einfach zu benutzender Zigarettendrehmaschinen leichter geworden ist.

Selbstdrehen – mit oder ohne Zigarettendrehmaschine

Mit etwas Geschick geht das Zigarettendrehen schnell von Hand: Der Tabak wird gleichmäßig über die gesamte Papierlänge verteilt, sorgfältig gerollt und das Papier wird verschlossen. Der überstehende Tabak wird zum Schluss an beiden Enden entfernt. Noch einfacher ist die Selbstherstellung mit handelsüblichen kleinen Maschinen. Hierbei werden normaler Feinschnitttabak und herkömmliches Zigarettenpapier verwendet. Eine Alternative sind Zigarettenhülsen, die wie Fertigzigaretten einen Filter haben. Die verschiedenen Zigarettenstopfgeräte sind in Größe und Form sehr unterschiedlich, haben aber eine ähnliche Funktionsweise: Eine kleine hülsenartig geformte Kammer wird mit Tabak gefüllt. Anschließend wird dieser manuell mit einem Stopfer oder mithilfe einer Kurbel in die Zigarettenhülse gepresst.

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