Illegaler Zigarettenhandel

Gefälschte Markenzigaretten, Grenzschmuggel und groß angelegte Steuerhinterziehung sind bedeutende Einnahmequellen für kriminelle Gruppierungen. Niedrige Strafen und schwache Grenzkontrollen schaffen zu geringe Abschreckung und Unterschiede in der Tabakversteuerung zwischen Nachbarländern schaffen zu große Anreize für den illegalen Zigarettenhandel.

Rund jede fünfte in Deutschland gerauchte Zigarette ist nicht hier versteuert. Das hat schwerwiegende volkswirtschaftliche Folgen, wie finanzielle Einbußen für Staat, Industrie und Handel in Milliardenhöhe, die Vernichtung von Arbeitsplätzen zugunsten der Organisierten Kriminalität sowie zusätzliche Gesundheitsrisiken für Konsumenten. Der Zigarettenschmuggel kennt viele Verlierer: den Staat, die Zigarettenindustrie und den Handel, deren Mitarbeiter sowie die betrogenen Konsumenten. Einziger Gewinner ist die Organisierte Kriminalität. Die British American Tobacco Gruppe setzt sich daher weltweit für die Bekämpfung von Schmuggel und Markenproduktpiraterie ein.

Enorme Verluste für Staat, Industrie und Handel

In Deutschland wurden 2016 mehr als 16 Milliarden Zigaretten an der deutschen Volkswirtschaft vorbei geraucht. Etwa 11,4 Milliarden dieser unversteuerten Zigaretten wurden im Rahmen von Grenzeinkäufen oder Urlaubsreisen nach Deutschland gebracht. Circa 4,8 Milliarden waren geschmuggelte oder gefälschte Zigaretten, die keinerlei Qualitätskontrolle unterliegen und entsprechend häufig von minderwertiger Qualität sind. Im Jahr 2016 entstand dem deutschen Staat und damit allen Steuerzahlern durch den Konsum unversteuerter Zigaretten ein Steuerschaden von knapp 1 Milliarde Euro.1

Erhöhtes Gesundheitsrisiko für die Konsumenten

Jeder Verbraucher, der gefälschte Ware konsumiert, wird betrogen und geschädigt, denn eine geschmuggelte Packung ist wie eine „Blackbox“ – man weiß nicht, was drinsteckt. Gefälschte Zigaretten werden jenseits aller geltenden Qualitätsvorschriften und oftmals unter katastrophalen hygienischen Bedingungen hergestellt.

Die Organisierte Kriminalität als einziger Gewinner

Illegaler Handel ist nicht nur die Arbeit von Kleinkriminellen. Das organisierte Verbrechen spielt hier eine große Rolle. Interpol, die internationale Polizeiorganisation, geht davon aus, dass Banden, die mit Drogen, Waffen und Menschen handeln, ebenfalls hinter dem illegalen Zigaretten- und Alkoholhandel stehen. Darüber hinaus weist das US-Justizministerium darauf hin, dass einige auch Verbindungen zu terroristischen Organisationen haben.

Unser Engagement

Der Öffentlichkeit ist meist nicht bewusst, welche Auswirkungen der illegale Zigarettenhandel hat. Daher arbeitet British American Tobacco daran, auf diese Problematik aufmerksam zu machen und aufzuzeigen, dass illegaler Zigarettenhandel kein Verbrechen ohne Opfer ist. Die Gruppe investiert jedes Jahr bis zu 40 Millionen Pfund in den Kampf gegen den Tabakschwarzmarkt.

Sicherstellung des eigenen Vertriebs und gezielte Maßnahmen

British American Tobacco fängt im eigenen Haus an. Seit Jahren achtet die Gruppe konsequent darauf, dass ihre Kunden in Niedrigsteuerländern – wie der Ukraine oder Russland – nur mit solchen Mengen an Zigaretten beliefert werden, die für den lokalen, rechtmäßigen Bedarf notwendig sind. So verhindert British American Tobacco, dass die Originalware Schmugglern zur Verfügung steht und in westeuropäische Hochsteuerländer geschleust wird.

Weltweite Zusammenarbeit mit zuständigen Behörden und Experten

Die British American Tobacco Gruppe arbeitet weltweit und insbesondere auch auf EU-Ebene eng mit Zollfahndern, Polizisten, Staats- und Rechtsanwälten sowie mit Vertretern von Industrie, Handel und Verbänden zusammen, um den Schmuggel mit vereinten Kräften einzudämmen.

British American Tobacco hält es für äußerst wichtig, dass Regierungen praktikable Steuerregulierungen einführen, die keine den illegalen Handel begünstigenden Bedingungen schaffen, effektive Grenzkontrollen durchführen und wirksame Gesetze zur Bekämpfung des Schwarzmarkts etablieren.

Internationale Schmuggelbekämpfung

Ein wichtiger Schritt für die internationale Zusammenarbeit bei der Schmuggelbekämpfung waren die Verhandlungen zum Protokoll über den illegalen Handel mit Tabakwaren, die nach fünf Jahren im November 2012 von allen Abgesandten der WHO-Rahmenkonvention zur Tabakkontrolle (FCTC) erfolgreich abgeschlossen wurden. British American Tobacco ist fest davon überzeugt, dass dieses Protokoll, das für über 160 Regierungen weltweit bindend sein wird, die internationale Zusammenarbeit stärken und einen festen Rahmen für die Bekämpfung von illegalem Zigarettenhandel schaffen wird.

1https://www.zigarettenverband.de/de/224/THEMEN/Schmuggel.
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